KAP. 2. SCHMOT - שמות ב von Rabbi Samson Raphael Hirsch

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Kap. 2. V. 1. Da ging ein Mann aus dem Hause Lewi und nahm die Tochter Lewi’s. 2. Die Frau ward Mutter und gebar einen Sohn. Da sie sah, daß er gut sei, verbarg sie ihn drei Monde. 3. Länger konnte sie es nicht bewirken, daß er verborgen blieb; sie nahm für ihn daher ein Kästchen von Rohr, bestrich es mit dem entsprechenden Lehm und Pech, legte das Kind hinein und stellte es in das Schilf am Ufer des Flusses. 4. Seine Schwester befand sich von der Ferne hingestellt, der Kunde willen, was ihm geschehen werde. 5. Da ging die Tochter Pharao’s hinab zu baden an dem Flusse, und ihre Dienerinnen wandelten am Ufer des Flusses. Sie sah das Kästchen in Mitte des Schilfes, schickte ihre Magd hin und ließ es holen. 6. Sie öffnete und sah es, das Kind, und siehe: ein weinender Knabe! Da ward sie bewegt um ihn und sprach: Von den Kindern der Ibrer ist dies! 7. Da sagte die Schwester zur Tochter Pharao’s: Soll ich hingehen und dir eine säugende Frau von den Jbrinnen rufen, damit sie dir das Kind säuge? 8. Gehe, sagte ihr die Tochter Pharao’s. Da ging das Mädchen und rief die Mutter des Kindes. 9. Die Tochter Pharao’s sagte zu ihr: Bringe dieses Kind fort und säuge es mir, ich will dir deinen Lohn geben. Die Frau nahm das Kind und säugte es. 10. Als das Kind heranwuchs, brachte sie es der Tochter Pharao’s, und es ward ihr zum Sohne. Sie nannte ihn Mosche, denn, sprach sie, ich habe ihn aus dem Wasser gezogen. 11. Es war in diesen Tagen, da ward Mosche groß, ging hinaus zu seinen Brüdern und sah ihre Lasten an. Da sah er einen mizrischen Mann einen ibrischen Mann von seinen Brüdern schlagen. 12. Er wendete sich hier- und dorthin, sah daß Niemand da war, erschlug den Mizri, und vergrub ihn in den Sand 13. Er ging am zweiten Tage hinaus, und fand da zwei ibrische Männer im Streite. Er sprach zu dem Schuldigen: Warum schlägst du deinen Nächsten? 14. Er erwiederte: Wer hat dich zu einem Manne gesetzt, zu einem Fürsten und Richter über uns? Denkst du mich zu erschlagen wie du den Mizrer erschlagen? Mosche fürchtete und sprach: also ist die Sache bekannt! 15. Pharao hörte diese Sache und suchte Mosche zu tödten. Mosche entfloh vor Pharao und kam zur Ruhe im Lande Midian; er setzte sich dort an den Brunnen. 16. Der Priester Midian’s hatte aber sieben Töchter; diese kamen, schöpften und stillten die Tränk-Rinnen um die Schaafe ihres Vaters zu tränken. 17. Da kamen die Hirten und vertrieben sie. Da stand Mosche auf und half ihnen und tränkte ihre Schaafe. 18. Sie kamen zu ihrem Vater Reuel; da sprach dieser: Warum seid ihr heute so rasch heimgekommen? 19. Sie antworteten: Ein mizrischer Mann hat uns aus der Hand der Hirten gerettet, und er hat auch ganz für uns geschöpft und die Schaafe getränkt. 20. Er sprach zu seinen Töchtern: Wo ist er denn? Warum habt ihr den Mann verlassen? Ladet ihn ein, daß er etwas genieße. 21. Mosche entschloß sich bei dem Manne zu bleiben, und gab er Mosche seine Tochter Zippora. 22. Sie gebar einen Sohn, den er Gerschom nannte; denn er sprach: ein Fremdling war ich in einem fremden Lande. 23. Es war in diesen vielen Tagen, da starb der König von Mizrajim und Jisrael’s Söhne seufzten von der Knechtschaft auf und schrieen, und es stieg ihr Hilferuf hinauf zu Gott von der Knechtschaft. 24. Gott hörte ihr Angstgeschrei, da gedachte Gott seines Bündnisses mit Abraham, mit Jizchak und mit Jaakob; 25. da sah Gott Jisrael’s Söhne, und es erkannte Gott.