KAP. 8. NOACH - בראשית ח נח von Rabbi Samson Raphael Hirsch

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Kap. 8. V. 1. Da gedachte Gott des Noachs und aller Thiere und alles Viehes, welche mit ihm in der Arche waren, und es führte Gott einen Wind über die Erde, da stillten sich die Wasser. 2. Es wurden die Quellen der Fluth und die Schleusen des Himmels geschlossen, und es wurde der Regen vom Himmel zurückgehalten 3. Es kehrten immer mehr die Wasser von oberhalb der Erde zurück, und nach 150 Tagen nahmen die Wasser ab. 4. Im 7. Monat, am 17. Tag des Monats ruhte die Arche auf den Bergen Ararats. 5. Die Wasser aber nahmen immer mehr ab bis zum zehnten Monat. Im zehnten Monat, am ersten des Monats, wurden die Spitzen der Berge sichtbar. 6. Da war es denn, nach Verlauf von 40 Tagen öffnete Noach das Fenster der Arche, welches er gemacht hatte, 7. und entsendete den Raben; dieser flog aus und kam immer wieder zurück bis die Wasser anfingen abzutrocknen Von der Erde. 8. Darauf entsendete er die Taube von sich, zu sehen, ob die Wasser von der Fläche des Erdbodens abgenommen hatten. 9. Es fand aber die Taube keinen Ruheplatz für den Ballen ihres Fußes; sie kehrte wieder zu ihm in die Arche zurück, denn Wasser war noch auf der Fläche der ganzen Erde. Er streckte seine Hand aus und nahm sie, und brachte sie zu sich in die Arche. 10. Er ließ noch sieben andere Tage eintreten und entsendete dann die Taube wieder von der Arche. 11. Da kam die Taube zur Abendzeit zu ihm und siehe, sie hatte ein Olivenblatt als Nahrung im Munde. Da wußte Noach, daß die Wasser von der Erde abgenommen hatten. 12. Er geduldete sich noch sieben andere Tage und entsendete die Taube; sie kehrte da nicht wieder zu ihm zurück. 13. Endlich im 601. Jahre, im ersten Monate, am ersten des Monats, waren die Wasser Von der Erde abgetrocknet.
Da nahm Noach das Dach der Arche ab, er sah, und siehe: die Oberfläche des Erdbodens war abgetrocknet. 14. Im zweiten Monat, am 27. Tag des Monats, war endlich die Erde trocken. 15. Da sprach Gott zu Noach: 16. Gehe aus der Arche, du, und deine Frau und deine Söhne und die Frauen deiner Söhne mit dir. 17. Alles Lebendige, das von allem Fleische an Vogel und Vieh und allem auf der Erde kriechenden Gewürm bei dir ist, lasse mit dir hinausgehen, daß sie sich frei bewegen auf der Erde und sich fortpflanzen und vermehren auf Erden. 18. Da ging Noach hinaus, und seine Söhne, seine Frau und die Frauen seiner Söhne mit ihm. 19. Alles Lebendige, alles Kriechende und alles Fliegende, Alles, was auftritt auf der Erde, nach ihren Familien gingen sie aus der Arche. 20. Da baute Noach Gott einen Altar und nahm von allem reinen Viehe und von allem reinen Vogel und brachte Ganzopfer auf den Altar. 21. Da nahm Gott den Ausdruck der Willfahrung wahr, und es sprach da Gott zu seinem Herzen: Ich will nicht der Menschenerde um des Menschen willen, wenn das Herzensgebilde des Menschen von seiner-Jugend an schlecht ist, 22. immer sollen alle Erdentage sein; Saat und Erndte, Kälte und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht sollen nie feiern.