KAP. 39. WAJESCHEW - בראשית לט וישב von Rabbi Samson Raphael Hirsch

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Kap. 39. V. 1. Josef war inzwischen nach Mizrajim hinabgeführt worden, und Potiphar, ein Hofbedienter Pharao’s, der Fürst der Köche, ein mizrischer Mann, kaufte ihn aus der Hand der Jischmaeliten die ihn dorthin hinabgebracht hatten. 2. Da war Gott mit Josef, er ward ein Alles glücklich ausführender Mann, und ward dies in dem Hause. seines mizrischen Herrn! 3. Als sein Herr gewahrte, daß Gott mit ihm war, und Alles, was er that, Gottd urch seine Hand gelingen ließ: 4. da fand Josef Gunst in seinen Augen, so daß er ihn selbst bedienen musste, und endlich setzte ‏er‎ ihn über sein Haus, und gab Alles, was er hatte, in seine Hand. 5. Da war es nun, seitdem er ihn in sein Haus, und über Alles, was er hatte, als Verwalter eingesetzt, segnete Gott das Haus des Mizri in Josef’s Veranlassung; Segen Gottes war in Allem, was er hatte, im Hause und auf dem Felde. 6. Alles Seine überließ ‏er‎ in Josef’s Hand und wusste neben ihm von Nichts als von dem Brode, das er aß — und dabei war Josef schön von Gestalt und schön von Anblick! 7. So war es, nach diesen Vorgängen, da hub die Frau seines Herrn ihre Augen zu Josef auf und sprach: Lege dich zu mir! 8. Er weigerte sich und sprach zu der Frau seines Herrn: Siehe, mein Herr weiß neben mir um Nichts was im Hause vorgeht, und Alles, was ihm ist, hat er in meine Hand gegeben; 9. in diesem Hause ist Niemand größer als ich; nicht das Geringste hat er mir vorenthalten außer Dich, insofern du seine Frau bist: Wie soll ich nun eine so große Schlechtigkeit begehen, und mich gegen Gott versündigen! 10. Da war es nun, da sie Tag für Tag zu Josef sprach, und er ihr kein Gehör gab bei ihr zu liegen, um sie zu sein; 11. da war es an einem solchen Tage, — er kam in’s Haus um sein Geschäft auszuführen, es war Keiner von des Hauses Leuten dort im Hause: 12. da ergriff sie ihn an seinem Kleide und sprach: Lege dich doch zu mir! Er ließ sein Kleid in ihrer Hand, floh und ging hinaus. 13. Als sie sah, daß er sein Kleid in ihrer Hand gelassen und hinaus geflohen war, 14. rief sie ihre Hausleute und sagte ihnen: Sehet, hat er uns einen ibrischen Mann in’s Haus gebracht um mit uns Muthwillen zu treiben! Er kam zu mir sich zu mir zu legen, da rief ich mit lauter Stimme. 15. Da er jedoch hörte, daß ich mit lauter Stimme gerufen, ließ er sein Kleid neben mir, floh und ging hinaus. 16. Sie legte sein Kleid neben sich, bis ihr Herr nach, Hause kam, 17. und sprach zu ihm ebenso: Der ibrische Knecht, den du uns in’s Haus gebracht hast, ist zu mir gekommen um Muthwillen mit mir zu treiben. 18. Und da ich nun meine Stimme erhob und rief, ließ er sein Kleid neben mir und floh hinaus. 19. Da der Herr die Reden seiner Frau hörte, die zu ihm sprach: Solche Dinge hat dein Knecht mir gethan! da entbrannte sein Zorn, 20. und Jofef’s Herr nahm ihn und gab ihn in das Gefängniß, dorthin, wo die Gefangenen des Königs gefangen gehalten werden; dort war er im Gefängniß. 21. Gott war aber mit Josef und neigte ihm Wohlwollen zu, er ließ ihn Gunst in den Augen des Fürsten des Gefängnisses finden. 22. Der Fürst des Gefängnisses übergab in Jofef’s Hand alle die im Gefängnisse sich befindenden Gefangenen. Alles, was man dort that, hatte er zu thun. 23. Nicht um das Geringste, was ihm anvertraut war, kümmerte sich der Fürst des Gefängnisses, weil Gott mit ihm war, und, was er that, Gott gelingen ließ.