KAP. 34. Ki Tisa - שמות לד כי תשא von Rabbi Samson Raphael Hirsch

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Kap. 34. V. 1. Und es sprach Gott zu Mosche: Haue dir zwei Tafeln von Steinen wie die ersten; ich werde auf die Tafeln die Worte schreiben, die auf den ersten Tafeln, welche du zerbrochen hast, gewesen waren. 2. Sei bereit zum Morgen, und am Morgen steigst du den Berg Sinai hinan, und stellst dich meiner gewärtig auf den Gipfel des Berges. 3. Kein Mensch soll mit dir hinangehen, auch kein Mensch auf dem ganzen Berge gesehen werden, auch die Schaafe und die Rinder sollen nicht der Richtung dieses Berges zugewandt weiden. 4. Er bildete zwei Tafeln von Steinen wie die ersten, und früh erhub sich Mosche am Morgen und ging den Berg Sinai hinan wie ihm Gott geboten hatte, und nahm zwei Tafeln von Steinen in seiner Hand. 5. Und Gott stieg nieder in der Wolke und stellte sich neben ihn dort, und nannte Gott mit Namen. 6. Es zog Gott seinem Angesicht vorüber und verkündete: Gott bleibt immer Gott, kraftübend, sein Werk liebend und gewährungsbereit; lange geduldend, und liebereich und wahrheitreich; 7. pflegend Liebe für die Tausendsten, hinweghebend Krümme und Empörung und Leichtsinn; und erläßt doch Nichts, denkt Eltern-Krümme an Kindern und Kindeskindern, an drittem und viertem Geschlecht. 8. Da. eilte Mosche, neigte sein Haupt zur Erde nnd warf sich hin, 9. und sprach: Wenn ich denn Gewährungs-Würdigkeit in deinen Augen erreicht habe, mein Herr, gehe doch mein Herr in unserer Mitte; weil es ein hartnäckiges Volk ist, wirst du unsere Krümme und unsern Leichtsinn verzeihen und uns so zu deinem bleibenden Eigenthum gewinnen! 10. Darauf sprach er: Siehe, ich errichte einen Bund: in Gegenwart deines ganzen Volkes werde ich Wunder vollbringen, die auf der ganzen Erde und unter allen Völkern nicht geschaffen worden; es soll das ganze Volk, in dessen Mitte du bist, das Werk Gottes sehen wie zu fürchten es ist, was ich mit dir vollbringe. 11. Bewahre dir, was ich dir heute gebiete: siehe, ich vertreibe vor dir den Emori und den Kenaani, den Chitti und den Perisi, den Chiwi und den Jebußi ; 12. nimm dich um deiner selbst willen in Acht, daß du dem Bewohner des Landes, über welches du kommst, keinen Bund errichtest, damit er nicht zum Fallstrick in deiner Mitte werde. 13. Denn ihre Altäre sollt eben ihr zerstören, und ihre Denksteine ihr zerbrechen, und seine heiligen Bäume ihr umhauen. 14. Denn du sollst dich nicht einem andern Gotte niederwerfen; denn Gott, ausschließend ist sein Name, sein ausschließendes Recht fordernder Gott ist er. 15. Würdest du dem Bewohner des Landes einen Bund errichten, so würden sie ihren Göttern nach abweichen, würden ihren Göttern opfern, und es ladet dich Einer ein und du issest von seinem Mahle, 16. und nimmst von seinen Töchtern für deine Söhne, es weichen dann seine Töchter ihren Göttern nach ab und bringen auch deine Söhne zum Ab- und Hinfall an ihre Götter. 17. Götter aus Guß sollst du dir nicht machen! 18. Das Fest der ungesäuerten Brode sollst du hüten, sieben Tage ungesäuerte Brode, die ich dir geboten, essen, zur Zusammenkunftszeit des Halm-Monats; denn im Halm-Monat bist du aus Mizrajim gezogen. 19. Jede Mutterschooßeröffnung ist mein, und all dein Besitz soll in seiner Abhängigkeit Erinnerungsweihe durch's Männliche erhalten, das die Geburt eröffnet bei Ochs und Schaaf; 20. und die Geburtseröffnung eines Esels lösest du mit einem Lamme aus; lösest du sie nicht aus, so tödtest du sie durch Nackenschlag; jeden Erstgeborenen deiner Söhne lösest du aus, und nicht mit leeren Händen wir mein Angesicht geschaut. 21. Dienend schaffst du sechs Tage, und am siebten Tage stellst du dein Werk ein; in der Pflugzeit und in der Erndtezeit stellst du dein Werk ein. 22. Und als ein Wochenfest hast du dir das Fest der Erstlinge des Waizen-Schnittes zu gestalten, und ein Fest der Erndte mit der Jahreswende. 23. Dreimal im Jahre soll all dein Mannhaftes sich sehen unmittelbar vor dem Angesicht des Herrn, Gottes, des Gottes Jisrael's. 24. Wenn ich Völker vor dir austreibe und dein Gebiet ein weites sein lasse, so wird doch Niemand dein Land lüstern antasten, wenn du hinaufziehst, unmittelbar vor dem Angesicht Gottes, deines Gottes, dich zu sehen dreimal im Jahre! 25. Du sollst aber auch nicht bei Gegohrenem das Blut meines Mahlopfers schlachten, und es soll nicht das Opfermahl des Peßachopfers bis zum Morgen übernachten. 26. Heim in das Haus Gοttes, deines Gottes, bringst du das Erste der Erstlinge deines Bodens; du kochest nicht ein Junges in der Milch seiner Mutter. 27. Gott sprach zu Mosche: Schreibe dir diese Worte nieder; denn über den lebendigen Inhalt dieser Worte habe ich mit dir einen Bund errichtet und mit Jisrael. 28. Vierzig Tage und vierzig Nächte war er dort bei Gott, Brod hatte er nicht gegessen und Wasser nicht getrunken, und Er schrieb auf die Tafeln die Worte des Bundes, die zehn Worte. 29. Da war es, als Mosche vom Berge Sinai herab kam und die beiden Tafeln des Zeugnisses in Mosche’s Hand ‎waren da er vom Berge herab kam — ‎und Mosche wußte nicht, daß die Haut seines Angesichte strahlend geworden war indem Er mit ihm sprach — 30. da sah Aharon und alle Söhne Jisrael’s Mosche und siehe, es war die‏ Haut seines Angesichtes strahlend geworden, und sie fürchteten sich zu ihm ‎hinzutreten. 31. Mosche aber rief ihnen zu, da kehrten Aharon und alle Fürsten in der ‎Gemeinde wieder zu ihm hin, und ‎Mosche sprach mit ihnen. 32. Nachher traten auch alle Söhne Jisrael's zu ihm hin, und er gebot ihnen Alles, was Gott mit ihm auf dem Berge Sinai gesprochen hatte. 33. Als Mosche mit ihnen zu Ende ‎geredet hatte, gab er eine Decke über sein Angesicht. 34. Wenn Mosche hineintrat vor Gott um mit ihm zu reden, nahm er die Decke ab bis er wieder hinausging: dann ging er hinaus und sprach zu Jisrael's Söhnen, was ihm aufgetragen worden. 35. Dann sahen Jisrael's Söhne Mosches Angesicht, daß die Haut des Angesichts Mosche's strahlend geworden; sodann aber legte Mosche die Decke wieder über sein Angesicht, bis er wieder hineintrat mit ihm zu reden.