KAP. 7. Waera - שמות ז וארא von Rabbi Samson Raphael Hirsch

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Kap. 7. V. 1. Darauf sagte Gott zu Mosche: Siehe, ich habe dich als Gott für Pharao bestimmt, und dein Bruder Aharon wird dein Prophet sein. 2. Du sprichst Alles aus, was ich dir befehle, und dein Bruder Aharon spricht es zu Pharao, daß er Jisrael’s Söhne aus seinem Lande frei lasse. 3. Ich werde aber Pharao’s Herz hart sein lassen, und werde viele Zeichen und Ueberzeugungsthaten von mir im Lande Mizrajim geben, 4. Pharao wird nicht auf euch hören, dann werde ich meine Macht gegen Mizrajim wenden und meine Schaaren, mein Volk, die Söhne Jisrael’s, mit großen Gerichten aus dem Lande Mizrajim führen. 5. Die Mizrer werden es inne werden, daß ich Gott bin, indem ich meine Hand über Mizrajim strecke und Jisrael’s Söhne aus ihrer Mitte herausführe. 6. Mosche und Aharon vollbrachten es. Wie Gott ihnen befohlen, also vollbrachten sie es. 7. Und Mosche war achtzig, Aharon dreiundachtzig Jahre alt, als sie zu Pharao sprachen. 8. Gott sprach zu Mosche und zu Aharon: 9. Wenn Pharao zu euch sprechen wird: Gebt euch einen Beweis, so sage zu Aharom: Nimm deinen Stab und wirf ihn vor Pharao, er wird zu einem Krokodil. 10. Darauf kam Mosche und Aharon zu Pharao und sie thaten also, wie Gott befohlen. Aharon warf seinen Stab vor Pharao und vor seine Diener, da ward er zu einem Krokodil. 11. Pharao aber rief auch die Weisen und die Zauberer; auch sie, die Schriftkundigen Mizrajim’s, thaten mit ihren Blendwerken also. 12. Es warf jeder seinen Stab hin und sie wurden zu Krokodilen. Aharon’s‎ Stab aber verschlang ihre Stäbe. 13. Pharao’s Herz blieb fest und er hörte nicht auf sie, wie es Gott gesprochen hatte. 14. Da sprach Gott zu Mosche: Schwer ist Pharao’s Herz zu bewegen, er weigert sich das Volk ziehen zu lassen. 15. Gehe zu Pharao am Morgen, siehe er geht zum Wasser hinaus, so stelle dich ihm entgegen am Ufer des Flusses, und den Stab, der zu einer Schlange umwandelt worden, nimmst du in deine Hand, 16. und sagst zu ihm: Gott, der Gott der Ibrer, hat mich zu dir gesendet dir zu sagen: Laß mein Volk ziehen, daß sie mir in der Wüste dienen; und siehe, du hast bis jetzt nicht gehorcht. 17. So spricht Gott: Daran sollst du erkennen, daß Ich Gott bin; siehe, ich schlage mit dem Stabe, den ich in meiner Hand habe, auf das Wasser, welches im Flusse ist, und so wird es zu Blut verwandelt. 18. Der Fisch, der im Flusse ist, stirbt, faul wird der Fluß, und die Mizrer werden es aufgeben Wasser aus dem Flusse zu trinken. 19. Gott sprach zu Mosche, sprich zu Aharon: Nimm deinen Stab und neige deine Hand über Mizrajim’s Gewässer, über ihre Ströme, ihre Flüsse, ihre Teiche und über jede Sammlung ihrer Gewässer, damit sie Blut werden; so wird Blut im ganzen Lande Mizrajim sein, auch in hölzernen und steinernen Gefäßen. 20. Mosche und Aharon thaten also wie Gott geboten, er schwang mit dem Stabe und schlug das Wasser, welches im Flusse war, vor Pharao’s und seiner Diener Augen; alles Wasser, das im Flusse war, ward da zu Blut umwandelt. 21. Und der Fisch, welcher im Flusse war, starb, so daß der Fluß faul ward und die Mizrer kein Wasser aus dem Flusse trinken konnten; das Blut ward im ganzen Lande Mizrajim. 22. Es thaten die Schriftkundigen Mizrajim’s mit ihren Geheimkünsten ebenso; da blieb Pharao’s Herz fest und er hörte nicht auf sie, wie es Gott gesprochen hatte. 23. Pharao wendete sich, ging nach Hause, und richtete sein Herz auch darauf nicht. 24. Alle Mizrer gruben rings um den Fluß nach Wasser um zu trinken; denn sie konnten nicht von den Gewässern des Flusses trinken. 25. Ein Kreis von sieben Tagen verstrich, nachdem Gott den Fluß geschlagen hatte. 26. Da sprach Gott zu Mosche: Komme zu Pharao und sage ihm: So hat Gott gesprochen: Lasse mein Volk ziehen, daß sie mir dienen! 27. Weigerst du dich sie ziehen zu lassen, siehe, so schlage ich dein ganzes Gebiet mit Fröschen. 28. Es wird der Fluß von Fröschen wimmeln, sie steigen hinauf und kommen in dein Haus, in dein Schlafgemach, auf dein Bett! Und in das Haus deiner Diener und unter dein Volk, in deine Oefen und in deine Brodtröge. 29. Ja an dich sollen und an dein Volk und an alle deine Diener die Frösche hinaufkriechen!