KAP. 7. Zaw - ױקרא ז צו von Rabbi Samson Raphael Hirsch

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Kap. 7. 1. Und dies ist die Lehre des Schuldopfers: ein Heiligthum von Heiligthümern ist es. 2. In dem Raume, wo sie das Emporopfer schlachten, schlachten sie auch das Schuldopfer, und sein Blut wirft er an den Altar allseitig. 3. All’ sein Fett bringt er davon nahe: das Schwanzstück und das Fett, das die Eingeweide deckt, 4. die beiden Nieren und das Fett welches auf ihnen sitzt, das an den Lenden sich befindet; auch das Zwerchfell an der Leber, mit den Nieren hat er es herauszunehmen. 5. Es giebt sie der Priester an den Altar zum Aufdampfen hin, Gott zur Feuerhingebung: ein Schuldopfer ist es. 6. Jeder Männliche unter den Priestern erhält davon zum Genuß; in heiligem Raume soll es gegessen werden: ein Heiligthum von Heiligthümern ist es. 7. Dem Entsündigungsopfer ist das Schuldopfer gleich, eine Lehre gilt für sie: der Priester der damit Sühne zu vollziehen hat, dem wird es zu Theil. 8. Und der Priester, der eines Mannes Emporopfer nahe bringt, das Fell des Emporopfers, das er nahegebracht hat, ist des Priesters, ihm wird es zu Theil. 9. Auch jedes Huldigungsopfer, das im Ofen gebacken wird und jedes im Tigel und auf der Pfanne bereitete, ist des Priesters, der es nahebringt, ihm wird es zu Theil. 10. Und so auch jedes Huldigungsopfer, mit Oel durchrührt oder trocken, allen Söhnen Aharons soll es zu Theil werden, Einem wie dem Anderen. 11. Und dies ist die Lehre des Friedenmahlopfers, welches er Gott nahebringt. 12. Wenn wegen Dankespflicht er es nahebringt, so bringt er bei dem Dankesmahlopfer mit Oel durchrührte Mazzothbrode und mit Oel bestrichene dünne Mazzoth-Fladen und aus weichgesottenem Feinmehl mit Oel durchrührte Brode. 13. Gleichzeitig mit Broden gegohrenen Brodes bringt er sein Opfer, zugleich mit seinem Friedendankesmahlopfer. 14. Er bringt davon Eines von jedem Opfer als Hebe zu Gott; dem Priester, der das Blut des Friedenopfers wirft, dem wird es zu Theil. 15. Und das Fleisch seines Friedensdankmahlopfers soll am Tage seiner Nahebringung gegessen werden, er soll nichts davon bis zum Morgen liegen lassen. 16. Wenn aber sein Mahlopfer ein Gelübde oder ein freiwillig geweihtes ist, so soll es am Tage seiner Opfernahebringung gegessen werden, und auch am folgenden Tage soll, was nämlich davon übrig geblieben, gegessen werden dürfen. 17. Was dann aber von dem Fleisch des Mahlopfers übrig bleibt, soll am dritten Tage im Feuer verbrannt werden. 18. Und wenn von dem Fleische seines Friedenopfermahls am dritten Tage gegessen werden soll, so wird darin nicht ein Entsprechen des göttlichen Willens für den, der es nahebringt, erklärt, es wird ihm nicht gedacht, ein Verworfenes soll es sein; die Person, welche davon ißt, wird ihre Sünde tragen. 19. Auch das Fleisch, das irgend Unreines berührt, soll nicht gegessen werden, es soll im Feuer verbrannt werden. Und das Fleisch, jeder Reine darf Fleisch essen. 20. Die Person aber, welche Fleisch von dem Friedensmahlopfer ißt welches Gottes ist, und es ruht ihre Unreinheit auf ihr, diese Person soll aus ihres Volkes Kreisen entwurzelt werden. 21. Eine Person die irgend Unreines berührt, die Unreinheit eines Menschen, ein unreines Thier, oder irgend ein unreines Kriechthier und ißt vom Fleisch des Friedensmahlopfers, welches Gottes ist, diese Person soll aus ihres Volkes Kreisen entwurzelt werden. 22. Gott sprach zu Mosche: 23. Sprich zu Jisrael's Söhnen: Irgend Fett von Ochsen, Schaafen und Ziegen sollt ihr nicht essen. 24. Und Fett von Gefallenem und Fett von zum Fraß Ergriffenem darf zu jeglichem Werke verbraucht werden, aus beiden Gründen jedoch dürft ihr es nicht essen. 25. Denn, wer immer Fett von einem Viehe ißt, von welchem Gott eine Feuergabe nahe gebracht werden kann, die Person, welche solches ißt, wird aus ihres Volkes Kreisen entwurzelt. 26. Und irgend welches Blut sollt ihr nicht essen in allen euren Wohnsitzen, vom Vogel und vom Viehe. 27. Jegliche Person, welche irgend welches Blut ißt, diese Person wird aus ihres Volkes Kreisen entwurzelt. 28. Gott sprach zu Mosche: 29. Sprich zu Jisrael's Söhnen: derjenige, der ein Friedenopfermahl Gott nahe bringt, der bringe Gott sein Opfer von seinem Friedenopfermahl. 30. Seine Hände sollen die Feuergaben Gottes bringen; das Fett auf der Brust, es soll er bringen; die Brust, um ‎damit vor Gott eine Wendung ‎vorzunehmen.  ‏31. Der Priester giebt das Fett dem Altare zum Verdampfen hin, und die Brust wird dann Aharon und seinen Söhnen zu Theil. 32. Auch den rechten Schenkel sollt ihr als Hebe dem Priester geben von euren Friedenopfermahlen. 33. Derjenige von den Söhnen Aharon’s, der das Blut des Friedenopfers und das Fett nahebringt, dem soll der rechte Schenkel zum Antheil werden. 34. Denn die Brust der Wende und den Schenkel der Hebe habe ich von Jisrael's Söhnen von ihren Friedenopfermahlen genommen, und habe sie dem Priester Aharon und seinen Söhnen zur ewigen Gebühr von Jisrael's Söhnen gegeben. 35. Es ist dies die Weihe Aharon’s und die Weihe seiner Söhne von den Feuergaben Gottes, an dem Tage, da er sie näher treten ließ, Gott als Priester zu dienen. 36. Es ist dies, was Gott am Tage, da er sie weihte, geboten, daß ihnen von Jisrael's Söhnen gegeben werde: ein ewiges Gesetz für ihre Nachkommen. 37. Dies ist die Lehre für das Emporopfer, für das Huldigungsopfer, und für das Entsündigungsopfer und für das Schuldopfer; und für die Bevollmächtigungsopfer und für das Friedenopfermahl, 38. welche Gott bereits Mosche auf dem Berge Sinai geboten hatte, am Tage, da er Jisrael's Söhne verpflichtete ihre Opfer Gott nahe zu bringen, in der Wüste Sinai.