KAP. 9. NOACH - בראשית ט נח von Rabbi Samson Raphael Hirsch

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Kap.9. V. 1. Da segnete Gott Noach und seine Söhne, und sprach zu ihnen: Pflanzet euch fort und vermehret euch und füllet die Erde. 2. Und eure Furcht und euer Schrecken sei über alles Thier der Erde und über alles Geflügel des Himmels; von Allem, was den Boden betritt, und von allen Fischen des Meeres sei in eure Hand gegeben. 3. Alles Auftretende, welches lebt, sei euch zur Nahrung; wie das Kräuter-Grün habe ich euch Alles gegeben. 4. Jedoch Fleisch, dessen Blut noch in seiner Seele ist, sollt ihr nicht essen. 5. Jedoch, euer Blut, das euren Seelen angehört, fordere Ich; von der Hand jeden Thieres werde ich es fordern. Von der Hand des Menschen aber, von der Hand eines Wesens, das sein Bruder ist, fordere ich die Seele des Menschen. 6. Wer das Blut eines Menschen vergießt, deß Blut soll durch den Menschen vergossen werden; denn in einer Gottes-Gestalt hat Er den Menschen gebildet. 7. Und ihr nun pflanzet euch fort und vermehrt euch; vermannigfaltigt euch auf der Erde und vermehrt euch auf ihr! 8. Da sprach Gott zu Noach und zu feinen Söhnen mit ihm: 9. Und Ich, siehe ich errichte meinen Bund mit euch und mit euren Nachkommen nach euch, 10. und mit jeder lebendigen Seele, die bei euch ist, im Vogel, im Viehe, und in jedem Thier bei euch, von Allen, die aus der Arche gegangen, bis zu allem Lebendigen der Erde: 11. ich werde meinen Bund mit euch aufrecht halten, daß nicht mehr alles Fleisch durch die Wasser der Entseelung vernichtet werde und nicht mehr Entseelung komme, die Erde zu verderben. 12. Da sprach Gott: Dies ist das Zeichen des Bundes, den ich zwischen mir und euch und jeder lebenden Seele, die bei euch ist, für die Geschlechter aller Zeiten hingebe: 13. Meinen Bogen! Ich habe ihn in die Wolke gegeben; und er sei nun zum Bundeszeichen zwischen mir und der Erde; 14. so daß, wenn ich mit Gewölk die Erde überwölke, und der Bogen in der Wolke geschaut wird: 15. ich meines Bandes gedenke, der zwischen mir und euch und jeder lebendigen Seele in allem Fleische besteht, und es wird nicht mehr das Wasser zu einer Entseelung werden, alles Fleisch zu verderben. 16. Es sei der Bogen in der Wolke, und ich sehe ihn, des ewigen Bundes zu gedenken zwischen Gott und jeder lebendigen Seele in allem Fleische, welches auf der Erde ist. 17. Da sprach Gott zu Noach: Dies ist das Zeichen des Bundes, den ich errichtet habe zwischen mir und allem Fleische, welches auf der Erde ist. 18. Es waren die Söhne Noach’s, welche aus der Arche gingen, Schem, Cham und Japhet; und Cham ist der Vater Kenaan’s. 19. Diese drei waren Söhne Noach’s, und von diesen ging die ganze Erde auseinander. 20. Da fing Noach an der Mann der Erde zu sein und pflanzte einen Weinberg, 21. und er trank von dem Weine und wurde berauscht, und entblößte sich im Innern seines Zeltes. 22. Da sah Cham, der Vater Kenaan’s, die Blöße seines Vaters — und erzählte es feinen beiden Brüdern draußen! 23. Da nahm Schem und Japhet das Gewand, legten es auf ihrer Beider Schulter, gingen rückwärts und bedeckten die Blöße ihres Vaters; ihr Gesicht blieb rückgewandt und die Blöße ihres Vaters sahen sie nicht. 24. Als Noach von seinem Weine erwachte, erfuhr er, was ihm sein jüngster Sohn gethan. 25. Da sprach er: Fluchgetroffen wird Kenaan, Knecht von Knechten wird er seinen Brüdern sein. 26. Und wiederum sprach er: Gesegnet wird Gott, der Gott Schem’s; möge Kenaan ihnen Knecht werden! 27. Gemüther öffnet Gott dem Japhet, wohnt jedoch in Hütten Schem’s; und es wird Kenaan ihnen Knecht. 28. Noach lebte nach der Entseelung dreihundertfünfzig Jahre. 29. Als alle Tage Noach’s neunhundertfünfzig Jahre waren, starb er.